Iran Reise – Kashan nach Isfahan

Am nächsten Morgen treffen wir uns mit dem Taxiunternehmer der uns so geschäftstüchtig angesprochen hatte und starten per Taxi mit einer reizenden, eitlen Taxifahrerin unseren Tageausflug mit Endziel Isfahan.

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Salzwüste – Fingarden – Feuertempel – Abyāneh – Isfahan.
Rasant fahren wir aus Kashan hinaus auf einer ausgefahrenen Schotterpiste in die Zentralwüste an den Salzsee. Ein Kamel, ein paar Spuren im Sand, ein wenig Salz – alles in allem für Besucher die die Sahara kennen, zu wenig dramatisch.

Genauso Fingarden, – wobei wir über die Begeisterung der persischen Besucher in diesem Garten heute noch viel sprechen.
Ein Gitternetz von Wegen begleitet von gekachelten kleinen Wasserläufen. Das ganze unter Bäumen. Ein paar Blumenbete . Ein paar Gebäude und alles umrahmt von einer Mauer. Das war es eigentlich schon. Die Begeisterung der vielen persischen Besucher kann ein im wasserreichen Deutschland lebenden, nur irritieren. Der Garten ist ein recht karger, einfacher Garten.

Unsere nächster Stop auf unserer Tagesreise, ein Feuertempel mitten im nirgendwo. Eine Kultstätte der Zarathustra Anhänger, leider ein verfallens ungepflegetes Kulturdenkmal. Nicht viel besucht und wie es scheint auch nicht viel gefördert.

Dann, nach einer weiteren Stunde Fahrt sind wir in Abyāneh. Ein kleines sehr charakterstarkes Bergdorf, an einen Hügel gebaut auf 2500 m ü.N.

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Hier sollte jeder Iranreisende einen Besuch einrichten. Kleine verwinkelte Gassen, zwischen aus Lehmziegeln gebauten Häusern, mit viel Hochland Stimmung. Frauen in traditionellen Trachten, ein wenig Tourismus. Sicher auch weil wir gerade in dieser Zeit unterwegs waren – Musik und viele fröhliche Menschen. Freundlich, aufgeschlossen zum Teil sogar albern, geschwätzig. Und zum Wohlfühlen die ersten Blüten des Frühjahrs in recht kalter, klarer Luft.

Die Weiterfahrt nach Isfahan ist uns in Erinnerung durch unsere streitbare Fahrerin. Wer glaubt, dass die Frau im Iran nichts zu sagen hat, täuscht sich gewaltig. Nachdem Sie beim Ausparken in Abyāneh ein anderes Auto touchierte, trotzdem wegfuhr, wurden wir von der Weiterfahrt, einige Kilometer weiter von einem Polizisten, gehindert. Nachdem die betroffene Gegenpartei nachgefahren kam, begann auf der Straße das Toben der Fahrerin. Schimpfend, uneinsichtig, fluchend, stampfte Sie als Rumpelstilzchen vor den zwei Männern umher. Der Polizist versuchte eingeschüchtert zu beschwichtigen, nichts klappte, Sie setzte sich durch – leider haben wir nichts verstanden. Amüsiert haben wir uns trotzdem.

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