Iran Reise – Tag 1

Unser erster Tag.
Wer als Europäer in den Iran einreist bekommt sein Visum „on arrival“. Vorausgesetzt er weißt nach, wo die erste Unterkunft ist, legt eine gültige Auslandskrankenversicherung vor und zahlt 75,00 Euro.
Der vom Guesthouse geschickte Fahrer stand mit unserem Namensschild bereit und nach Geldwechsel und Telefonkartenkauf, gings durch die Nacht auf beleuchteter Autobahn 200 km nach Kashan.

Kashan: 317.000 Einwohner auf 980m Höhe, am Rand der iranischen Zentralwüste und dem Nordrand des Kuhrud-Gebirges.
Die Unterkunft, ein traditionelles Guesthouse mitten in der Stadt, fanden wir als Empfehlung auf einem Blog im Internet.
Nicht teuer, einfach, aber mit sehr viel Charme. Unser Zimmer auf dem Dach – winzig, die Toiletten und Duschen gegenüber und die erste Nacht bzw. der erste Morgen sehr kalt.


Der erste Erkundungsrundgang in der Altstadt. Viele Leute grüßen – nur mich (männlich). Beobachtet und getuschelt wird permanent. Exoten sind wir. Andere europäische Touristen selten zu sehen.
Der Basar selbst bietet alles was das Plastikherz benötigt. Kitschige Sachen überwiegen und die erwarteten Gewürz-, Tuch- und Antikstände sind eher in der Minderheit. Wie sich aber im Verlauf unserer Reise herausstellt, ist der Basar in Kashan einer der Schönsten im Iran. Eine kleine Oase mit Teestube und Teppichhändler auf der einen Seite, eine Imbissbude bei der wir unseren ersten gebratenen Spießkebab essen, auf der Anderen. Frauen die Ihr englisch testen wollen „where are you from?“ und dann kichern bevor die Antwort kommt. Friedlich ist es und gemütlich.


Draußen bekommen wir Rosenwasser angeboten, fahren Kutschen mit iranischen Touristen auf den Straßen. Sind Zelte aufgestellt, für Kinder, für Süßigkeiten, zum Teetrinken. Die empfohlenen Badehäuser, na ja, wir haben sie angeschaut, aber so richtig in Erinnerung sind sie mir nicht geblieben.


Da taucht viel mehr das traditionelle Restaurant auf. Ein großer Raum, unterteilt mit vielen, vielleicht 2 x 2 Meter großen Bereichen, in denen die persischen Familien auf dem Teppichboden platz nehmen und von den Platten in deren Mitte essen.
Artig folgend, bekommen wir einen Tisch zugewiesen, die Deutschlandfahne dazugstellt und fühlen uns sofort deplaziert. Tuscheln um uns, Blicke die uns mit freundlichem Nicken willkommen heißen. Dem französischen Päarchen geht es genauso.
Auf Bildern wählen wir unser Essen. Lesen ist uns nicht möglich. Sehr traditionell, Lamm-Hackklößchen in sehr streng schmeckender Soße eine Cola, nun ja, es gibt kein Wein oder Bier. Alles in allem ein Erlebnis.

 

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